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Wittow

Das Wasser und der Wind

Den Wind haben wir aus erster Hand. Die andere Hand brauchen wir zum Segeln. Das geht hier hervorragend. Alle Draußen-Hobbys, die mit Wasser und Wellen zu tun haben, sind hier für dich da. Du kannst surfen, angeln, Boot oder Kajak fahren, dich mit dem Drachen in den Wind hängen. Das heißt Kitesurfen.
Übrigens ist Wittow ideal für Anfänger aller Wassersportarten, denn du kannst im Bodden-Wasser stehen! Abends schaltest du von wild auf romantisch, denn die Sonnenuntergänge sind hier dramatisch schön.

„Ideal zum Lernen fürs W indsurfen, weil du im Wasser stehen kannst “


Ute Lüdke, Windsurferin und Gründerin der Wassersportschule in Dranske

  • Sie sind Windsurferin aus Leidenschaft. Was ist in Dranske an der Westseite von Nordrügen so besonders?
    Na, weil genau hier der Bodden die Ostsee küsst.
  • Und was hat das für Vorteile?
    Ganz einfach: Wir haben hier eines der besten Wassersportreviere in Deutschland. Das liegt am Wind, egal aus welcher Richtung, der bläst. Das ganze Jahr über bietet sich so das ideale Revier für Windsurfer, aber genauso für Kiter, Wingsurfer, Segler, Kayakfahrer oder Stehpaddler. Die Kenner kommen immer wieder. Aber vor allem für Anfänger ist es bei uns ideal.
  • Warum?
    Das Wasser ist flach. Wer mal reinfällt beim Üben, was ja vorkommt, der kann stehen. Es ist völlig ungefährlich. Wer aus der Puste ist, kann auch ans Ufer gehen. Wir haben die allerbesten Bedingungen. Das hatte ich schon früh erkannt, deshalb habe ich hier in Dranske mit meinem Mann 1992 das Uni-Surf-Team Rügen gegründet. Jahre zuvor hatten ich mit zwei anderen Sportstudenten zunächst als Hobby und mit viel Leidenschaft das Uni-Surf-Team ins Leben gerufen, welches an einigen Standorten unterwegs war. Das war 1985.
  • Oha, das ist ja wirklich schon ein bisschen her. Die Schule gibt es ja immer noch. Rügenpiraten heißt die Wassersportschule heute und ist inzwischen ein Begriff in der Wassersportszene. Ich habe gehört, Sie sind auch Weltmeisterin. Worin genau?
    Das ist übertrieben, ich hatte mit einem Team einen Weltrekord aufgestellt, natürlich im Windsurfen. Denn wir hatten das längste Surfbett mit 17 Segeln drauf, und ich war Steuerfrau. Das war 1996 auf einer Bootsmesse. Lief auch im Fernsehen. Aber wir haben das lange Ding dann auch hier in Dranske zu Wasser gebracht. Ein Riesenspaß.
  • Jetzt sind sie in ruhigerem Gewässer unterwegs als pensionierte Lehrerin. doch Sie sagten vorhin, Sie hätten noch mit Meerjungfrauen und Wassermännern zu tun. Was steckt dahinter?
    Ich lehre Schwimmen bis zum Seepferdchen hier in Dranske im stehtiefen Wasser. Das macht so viel Spaß. Von Juni bis August sind die Kleinen hier, um die Voraussetzungen fürs Schwimmen zu erlernen. „Tow“ kürzt sich unser Verein ab - touch of water. Die Gewöhnung ans Wasser im flachen Bodden ist ideal, wie gesagt. Und wenn die Kleinen anfangen, im Tiefen zu schwimmen, da geht einem das Herz auf.
  • Das glaube ich. Und steigen Sie manchmal noch aufs Brett?
    Aber sicher. Windsurfen ist ein Virus, das lässt einen nicht mehr los.
Tipps zu Wasser
  • Top-Surfer empfehlen: Dranske, Juliusruh/Drewoldke und Wiek
  • Kiten am Campingplatz Drewoldke sowie in Wiek und Dranske
  • Von SUP bis Kanu
  • Die „Rügen-Piraten“ in Dranske (Am Ufer 14, 18556 Dranske, Tel. 038392/89898) haben alles für dich vorbereitet.
Drachenboot fahren - wie im alten China

Drachenboot fahren - vor Tausenden von Jahren in China entstanden - ist jetzt auch auf dem Wieker Bodden möglich.
Dabei sitzen bis zu 24 paarweise angeordnete Paddler mitsamt Steuermann und Trommler in einem Boot und müssen gemeinsam das Drachenboot in rhythmischen Paddelbewegungen sicher geradeaus und um Kurven steuern. Frag mal die „Rügen-Piraten“.