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Altenkirchen

Die schöne Mitte

Altenkirchen liegt zwischen dem feinen Sandstrand der Schaabe im Osten und dem Kap Arkona im Norden und belegt den mittleren Teil der Halbinsel. Das leicht hügelige Gemeindegebiet ist bis auf die Küsten­wälder im Norden und Osten fast waldfrei. Du radelst an Ackerflächen und Wiesen vorbei.

Der Ort ist ein guter Anlaufpunkt zum Einkaufen. Er ist quirlig und lebendig. Noch dazu gehören die Dörfer Lanckensburg, Schwarbe und Drewoldke. Letzteres befindet sich am Ostseestrand.

Ein Schluck Geschichte? Okay: Die Dänen besiegten hier 1168 die Ranen und zerstörten die Tempelburg Arkona. Der Ort Oldenkerke (heute Alten­kirchen) entstand, und die Pfarrkirche wurde ab 1185 auf einem alten slawischen Begräbnisplatz gebaut. Die Backsteinbasilika ist die älteste Kirche auf Rügen, etwa vom Jahr 1200. Du findest in der Sakristei den Svantevitstein. Das ist ein heiliger Stein von der Jaromarsburg Arkona und erinnert an den größten slawischen Gott.

Noch wichtig: Zwischen 1792 und 1808 predigte hier der Pastor und Dichter Ludwig Gotthard Kosegarten. Du findest sein Grab auf dem Friedhof an der Kirche. Sein Geist lebt fort im Kose­garten­haus. Das ist das alte Feuer­wehrhaus, aus dem haben wir eine Kultur- und Begegnungs­stätte gemacht.

Kosegarten wurde auch berühmt durch seine Uferpredigten. Was ist das? Während Kosegarten predigte, blickten seine Zuhörer, die Fischer, stets aufs Meer. Sahen sie einen Heringsschwarm, hielt sie nichts mehr. Sie stürzten sich in ihre Boote, und der Pfarrer stand alleine da.

Kosegarten hielt den Bau einer Schlechtwetterkapelle für sinnvoll. Sie wurde so hübsch, dass auch Caspar David Friedrich sie malen wollte. Doch mehr als einen Entwurf schaffte er zu Lebzeiten nicht.

Institutionen
Ortsteile
  • Drewoldke

    Bekannt wurde Drewoldke durch einen vermeintlichen Runenstein, den der Prediger und Fälscher Gottlieb Samuel Pristaff im 18. Jahrhundert selbst erschuf. Inspiriert von schwedischen Vorbildern, versah er den Stein mit Runen und verbreitete ihn auf Rügen und in Vorpommern – zunächst als echte historische Entdeckung gefeiert, später als Fälschung entlarvt. Hier findet man neben Campingmöglichkeiten an der Steilküste auch der Beginn des Ostseestrandes der Schaabe.

  • Gudderitz
  • Lanckensburg
    Lanckensburg, ursprünglich „Zützitz“ genannt, gehörte im 14. Jahrhundert der Familie von Platen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Gut mehrfach den Besitzer, zuletzt 1742 an die Familie von der Lancken, die dem Ort seinen heutigen Namen gab. Das Gutshaus wurde in den 1960er Jahren abgerissen, der einstige Landschaftspark ist verschwunden. Erhalten blieb nur der imposante, aber verfallene Stallspeicher.
  • Mattchow
  • Schwarbe
  • Presenske
  • Zühlitz
Themenbänke

Du setzt dich zu Pastor Kosegarten (1758-1818) auf die
Bank. Sie steht nahe der Kirche. Genau wie das Kosegartenhaus. In dem erfährst du mehr über den Romantiker und seine berühmten Besucher wie Caspar David Friedrich.

Einkehr im „Wild Birdie“

Halt mal, was ist das? Auf dem Radweg an der Ostseeküste zwischen Nonnevitz und Kap Arkona liegt nicht weit vom Meer in Schwarbe-Siedlung das „Wild Birdie“ – idyllisch. „Bar & Grill“ steht da, übernachten lässt sich auch (Pferdehof Bela). Sandy und ihr Lebensgefährte Eddie haben hier unter einem Reetdach und hinter rotem Backstein ein stilvolles, fröhliches und persönliches Lokal geschaffen. Die Liebe zu den Gästen zeigt sich schon, wenn die Tür aufgeht. Wie sieht das innen urig aus! Wie ansprechend ist die Speisekarte! Wie nett wird dann serviert! Sandy meint: „Wir haben das so eingerichtet und konzipiert, dass unsere Gäste und wir uns wohlfühlen. Das teilen unsere Gäste absolut. Deshalb haben wir so viele, die immer wiederkommen.“ Eddie bereitet in der Küche die Speisen fein abgeschmeckt zu, alles frisch und beste Qualität. Und dann die Namen: Warum heißt das gegrillte Lachsfilet „Archie went fishing“? Weil Eddie’s bester Freund, mit dem er schon früher Angeln ging, Archie heißt. Wer versteckt sich hinter „Lucie’s ice cream“? Sandy’s Oma, weil sie früher ihr Eis selbst herstellte. Also erstmal ab auf die Terrasse und zum Bier einen „Cheesy Bert“.

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