Zum Hauptinhalt springen

Breege - Juliusruh

Doppelt reizvoll

Einst war Breege der reichste Ort Rügens. Das lag an den geschäfts­tüchtigen Seefahrern, die vom geschützten Hafen am Breeger Bodden lebhaften Handel mit England betrieben. Das geschah Mitte des 19. Jahrhunderts. Als dann der Bädertourismus aufkam, schielten die Breeger hinüber nach Juliusruh, das einen neun Kilometer langen Strand mit feinstem Sand hat. Die Orte vereinigten sich.

Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Hotels und Pensionen im Stil der Bäderarchitektur. Julius Christoph von der Lancken, ein Groß­grund­besitzer auf Wittow, ließ ab 1795 Schlösschen und Park bauen, weil er sich diesen Ort als Ruhesitz auserwählt hatte. Daher Julius‘ Ruh.

Der Kurpark verbindet das alte Fischer­dorf mit dem Strand­idyll Julius­ruh. Das „weiße Band der Schaabe“ gilt als einer der schönsten Ost­see­strände. Heute noch stehen einige historische Häuser in Breege, es gibt Ausflugsfahrten nach Hiddensee oder Ralswiek zu den Störtebeker Festspielen.


Institutionen
Ortsteile
  • Breege
    Breege wurde 1314 als slawische Siedlung erstmals erwähnt. Im 18. Jahrhundert florierte der Ort dank seiner Lage zwischen Bodden und Ostsee als Kapitänsdorf mit prächtigen Häusern aus der Zeit der Segelschifffahrt. Mit dem Ende der Ära wandte sich Breege dem Tourismus zu. Seit 1887 zieht der Ort zusammen mit dem Seebad Juliusruh Erholungssuchende an.
  • Juliusruh
    1795 ließ Julius Christoph von der Lancken, Großgrundbesitzer auf Wittow, seinen Ruhesitz „Juliusruh“ am Meer errichten. Umgeben von Kiefern entstand ein großzügiger Park im fran­zösisch-englischen Stil. Das geplante Schlösschen existiert nicht mehr, doch Teile des Parks sind bis heute erhalten – als grüne Oase für Urlauber. Ein Gedenkstein erinnert an den Gründer des Ortes.
  • Kammin
  • Lobkevitz
  • Schmantevitz
Für Aktive: Kap-Arkona-Lauf

Einmal im Jahr, immer am Wochenende um den 3. Oktober, kurz oder lang, alles ist möglich. Kinderlauf: 400 Meter. Gleich mal anmelden:


Tipp: Ab an die Schaabe

Ob mit oder ohne Badehose – alles erlaubt. Der neun Kilometer lange Sandstrand an der Nehrung zwischen den Halbinseln Jasmund und Wittow ist erstklassig. Feinsandig erholen und das gratis. Am besten Strandkorb in Juliusruh ausleihen. Fünf (kostenpflichtige) Parkplätze und zwei Hundestrände sind auch da.


Themenbänke

In Breege am Hafen, die Schifferbank. In Juliusruh am Löberplatz: Wilhelm Löber (1903-1981). Er war Kunsthandwerker, Bildhauer und Keramiker. Der Bauhaus-Künstler und Meisterschüler von Gerhard Marcks zog mit 64 Jahren nach Juliusruh und wirkte hier bis zu seinem Tod. In Lobkevitz steht die Bank, die an den Gelehrten und Staatsmann Wilhelm von Humboldt (1767-1835) erinnert. Er war oft auf Rügen und hielt das in Tagebüchern fest.

Bücher und Strandkörbe – „Strandgut“

„Die Gabi ist noch frei“, ruft Bert Kunath den ankommenden Gästen zu. Die schmunzeln. Der Verleiher von Strandkörben in Juliusruh ist innovativ. Namen statt Nummern – das bringt die Gäste schon in Schwung. „Charly“ und „Nele“ warten, „Max“ und „Moritz“ sind schon belegt.

Bert ist ein Quell von Ideen. Er überlegt ständig mit seiner Partnerin zusammen, wie Juliusruh die Durchfahrenden zum Anhalten bewegen kann. Ob das 6000 Blumenzwiebeln sind, die im Frühjahr zu Farbtupfern werden, ob das ein Naturlehrpfad auf der Promenade ist oder ob der ehemalige Seemann in seinem Buchladen seine Gitarre verleiht, damit Gäste spontan spielen können – immer schwingt Freude mit.

„Früher wollte ich die Welt als Seemann kennenlernen, heute kommt die Welt zu uns in den Buchladen.“ Wer ihm zuhört, ist sofort angesteckt vom Elan, vom Klönen über Neues auf Wittow oder vom Finden des passenden Buches für Klein und Groß.

Dann organisiert der Buchhändler kleine Feste und Konzerte auf dem Löberplatz vor seinem Laden. Es lockt der Sandskulpturen- Wettbewerb für Kinder. Und was ihn am meisten freut, ist die Sehnsucht der Kinder nach Juliusruh. „Wenn die Eltern Weihnachten überlegen, wohin es nächsten Sommer in den Urlaub gehen soll“, gibt Bert Kunath das oft Gehörte wieder, „haben es die Kinder schon entschieden: Natürlich wieder zu uns nach Juliusruh.“

Die nächsten Veranstaltungen
Änderungen vorbehalten